Manche Erlebnisse vergisst man einfach nicht so schnell. Eines, von dem ich berichten möchte, fand vor einigen Jahren statt, als eine ganz in weiß gekleidete Frau vor der Praxistür stand - ohne Blumenstrauß, dafür mit verheultem Make-up, eindeutig verzweifelt und auf der Flucht vor der eigenen Entscheidung. Was macht man da als Blütenbehandler, nachdem man sich vergewissert hat, dass es sich nicht um die versteckte Kamera handelt, auch nicht das Re-Make von „Die Braut, die sich nicht traut“, sondern um ein reales menschliches Drama? Genau: man wundert sich. Dann bittet man herein, nimm Platz, bietet ein Glas Wasser an, spricht beruhigende Worte und fordert zum tiefen Durchatmen auf.
Das ist ja nichts neues, Tag und Nacht und Jahreszeiten, nichts bleibt stehen, alles befindet sich in dauernder Veränderung. So gesehen kann auch jede Diagnose eines ungesunden Zustands kaum etwas anderes sein als eine Momentaufnahme. Heute Abend schon kann das Fieber wieder steigen, um nur ein Beispiel zu nennen. Die Arbeit eines Blütenberater besteht nicht darin, ein Gegenmittel zu suchen, sondern mögliche positive Entwicklungen zu fördern.
Vielleicht sind Sie es ja auch ein bisschen leid, immer wieder Artikel zum Thema „wie löse ich jenes Problem“ und „wie verändere ich dieses Verhaltensmuster“ und „wie gehe ich mit jenem Konflikt um“, lesen zu müssen. Diese Problemhuberei mögen Sie vielleicht denken, ist nicht langsam mal genug damit?
Blütenessenzen sind dazu da, um uns zu helfen, innerlich bei uns aufzuräumen, ins Reine mit uns selbst und unserer Umwelt zu kommen und Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln. Damit nehmen Sie natürlich einen wichtigen Platz im Bereich der Naturheilkunde ein.
Andererseits sollte bei aller Behandelei, so erfolgreich sie auch sein mag, der Fokus auch einmal auf anderes gerichtet werden, sonst wird man am Ende noch zum Problem-Junkie.
Werfen wir einen Blick auf die angenehmen Seiten der Blütenwelt, wo nichts per se sinnvoll ist, wo keine Kinesiologen, Fragebogen und Psychologen nach heilenden Blütenessenzen suchen, sondern wo es Energie gibt, die einfach für alle da ist, seien sie krank oder gesund.
Trance ist ein nützlicher Zustand zwischen Traum und Tag, sozusagen die Schnittstelle zwischen Fantasie und Realität. Wenn ich etwas in der Wirklichkeit erreichen möchte, muss ich es mir zuallererst vorstellen können. Was unvorstellbar ist, ist auch nicht realisierbar. Will ich meine Grenzen weiter ziehen, muss ich zuerst den Bereich des Möglichen, des Vorstellbaren erweitern. Sagen wir, ich als talentierter Weitspringer will endlich einmal 8 Meter weit fliegen. In der Wirklichkeit mag ich - vorläufig noch - daran scheitern. Wenn ich aber denke „unmöglich“, werde ich nie ausreichende Motivation entwickeln können, so zu trainieren, dass es eines Tages doch gelingt. Das „unmöglich“ wirkt wie eine innere Bremse, die so lange angezogen bleibt, bis ich beginne zu denken „vielleicht geht es ja doch“.
Trance hat den großen Vorzug, nicht real sein zu müssen, das macht sie zu einem so großartigen Werkzeug, die Realität zu gestalten. Wenn es mir gelingt, mich in der Fantasie 8 Meter weit springen zu sehen, kann das die Basis für einen tatsächlich so weiten Sprung sein. Trance ist dazu das geeignet Mittel. Der Traum entzieht sich nur allzu oft unserem bewussten Zugriff, die Realität entzieht sich unserem Traum. In einem Tagtraum, was auch nur ein anderes Wort für Trance ist, kann ich beides verbinden.
Im Downloadbereich dieser Seite ist ab sofort das inhaltliche Programm der Blütenkonferenz erhältlich. Laden Sie das PDF Dokument zum Ausdrucken und/oder Betrachten am Computer hier herunter.
Herzliche Grüsse
Dirk Albrodt
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 13:52 Uhr
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